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Arznei- und Nahrungsmittel bewusst und richtig kombinieren

Medikamente beeinflussen sich gegenseitig (Wechselwirkung) – doch auch Arzneimittel und Nahrungsmittel sollten mit Bedacht kombiniert werden – schließlich können Bestandteile unseres Essens die Wirkung der Medizin erheblich beeinträchtigen, manchmal sogar aufheben; oder, auch das kommt vor, verstärken. Da die Beipackzettel nicht immer vollständig über solche Synergien aufklären können, haben wir hier für Sie die wichtigsten aufgelistet. Aufgrund der Komplexität des Themas scheuen Sie sich nicht, unsere individuelle Beratung hier in Ihrer Apotheke in Anspruch zu nehmen.

Vorsicht bei den folgenden „üblichen Verdächtigen“, welche der Wirkung von Arzneimitteln gerne in die Quere kommen:
 
  • Grapefruit und Pomelo sind zwar grundsätzlich „gesund“ weil Vitamin C-haltig und reich an Bitterstoffen – doch eben diese Bitterstoffe sind es, die jene Enzyme hemmen, welche für den Abbau bestimmter Arznei-Wirkstoffe verantwortlich sind. Durch den behinderten/verzögerten Abbau derartiger Wirkstoffe, wie sie beispielsweise zur Senkung von Bluthochdruck eingesetzt werden (Calciumkanalblocker) oder zur Behandlung von Störungen des Fettstoffwechsels (Statine) wird deren Wirkung erheblich intensiviert – mit negativen Folgen für unsere Gesundheit.
    Auch Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Psychopharmaka (Valium, Zolpidem, Zopiclon, Quetiapin) werden durch den Genuss von Grapefruit und Pomelo verstärkt, was unter anderem zu übermäßiger Müdigkeit am ‚Morgen danach‘ führen kann.
    Bei der Einnahme von Carbamazepin, welches zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird, muss auf diese Südfrüchte verzichtet werden; andernfalls drohen Herzrhythmusstörungen und/oder Schwindel bis hin zur Sturzgefahr.
    Der blutgerinnungshemmende Effekt von Clopidogrel, einem Medikament, das beim Vorliegen von Arteriosklorose einem Schlaganfall/Herzinfarkt vorbeugen soll, wird durch die Bittersüßen sogar verhindert – worauf allerdings auch der Beipackzettel ausdrücklich hinweist.
    Unter anderem mit oben genannten Arzneimitteln harmonieren Grapefruit und -produkte also absolut nicht – schon „ein bisschen Grapefruit“ kann, selbst zeitversetzt zum Medikament verzehrt, dessen Wirkung unkalkulierbar beeinflussen.
  • Milch- und Milchprodukte wie Käse, Joghurt, Quark etc. sind gute Kalziumlieferanten; leider beeinträchtigt dieses die Resorption (Aufnahme durch den Körper) zum Beispiel von Tetrazyklinen oder Gyrasehemmern (beides Antibiotika-Gruppen); deshalb unbedingt bei der Einnahme die Anweisungen bezüglich der zeitlichen Abstände zu (Milch-)Mahlzeiten der Packungsbeilage beachten. Selbstverständlich müssen andere kalziumhaltige oder mit Kalzium angereicherte Lebensmittel ebenso berücksichtigt werden. Auch das Schilddrüsenhormon Levothyroxin sowie Biphosphonate (Mittel gegen Osteoporose) mögen es nicht, im Magen auf Kalzium zu treffen. Und Kalzium ist nicht das einzige Mineral, welches Verbindungen mit Arznei-Wirkstoffen eingeht; auch zu Magnesium, Zink und Eisen ist der empfohlene Zeitabstand einzuhalten.
  • Das Schilddrüsenhormon Levothyroxin übrigens wird nicht nur durch die gleichzeitige Aufnahme von Kalzium, sondern auch durch Isoflavone wie sie in Soja/-produkten enthalten sind, erheblich eingeschränkt. Auch der Erfolg von Brustkrebs-Therapien kann durch den Konsum von Soja-Isoflavonen gefährdet sein.
  • Gerbstoffe, in Tee und Kaffee enthalten, sind ebenfalls keine guten Begleiter für einige Arzneien: Osteoporose-Mittel (Bisphosphonate) etwa, Schilddrüsenhormone sowie bestimmte Rheuma-Medikamente (Methotrexat), auch mehrere Neuroleptika (Psychopharmaka) und Antidepressiva, also Mittel, die zur Behandlung von psychischen Leiden eingesetzt werden, mögen diese Gerbstoffe nicht/können eventuell ihre Wirkung durch diese gänzlich verlieren. Grundsätzlich wird empfohlen, Tee oder Kaffee nur mit mindestens einer Stunde Abstand zur Medikamenteneinnahme zu trinken – ebenfalls zur Einnahme von Eisen- oder Calciumpräparaten.
  • Alkohol ist sehr vielseitig, auch seinen Einfluss auf die Wirkung von Medikamenten betreffend. Retardtabletten, beispielsweise, die über einen längeren Zeitraum wirken sollen, geben ihren Inhalt nicht wie vorgesehen verzögert ab, da die Dragee-Hülle durch den Alkohol angegriffen und früher aufgelöst wird; hiervon können Schmerzmittel (etwa Paracetamol), gewisse Statine und Rheumamittel oder auch Antidiabetika (Metformin) betroffen sein. 
    Ebenfalls gefährlich werden kann es, wenn Alkohol und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) im Magen aufeinandertreffen. Diclofenac, Acetylsalicylsäure und Ibuprofen gehören unter anderem zu dieser Gruppe. Die Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Trakt (und somit die der Entstehung von Magen-/Darmgeschwüren) nimmt zu.
    Nicht zu unterschätzen ist außerdem die verstärkende Wirkung, die Alkohol auf Schlafmittel und solche zur Behandlung psychischer Erkrankungen hat; ohnehin verbietet sich die Teilnahme am Straßenverkehr oder die Bedienung von Maschinen wenn Alkoholhaltiges verzehrt wurde – die Kombination mit Schlaf-/oder Beruhigungsmitteln kann tatsächlich fatale Konsequenzen haben. Auch Antiallergika wie Cetirizin oder Loratadin sowie Antiemetika (gegen Übelkeit/Erbrechen) wie Vomex kommen nicht gut mit Alkohol klar.
    Kurzum: Alkohol und Medikamente vertragen sich definitiv nicht.
 
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